Abgabe in Bargeld, die früher Geistliche bei Übertragung in ein mit festem, regelmässigem Einkommen ausgestattetes kirchliches Amt (Pfründe; prepend) an den Papst für eine gewisse Zeit (oft die halben Einkünfte eines Jahres) zu entrichten hatten.
- Die Annaten bildeten (neben dem Palliengeld) durch die Jahrhunderte die finanzielle Grundlage für die Arbeit der Kirchenleitung in Rom; sie waren insofern ein Vorläufer der heutigen Konzernumlage (die Inrechnungstellung von Leistungen des herrschenden an das abhängige Unternehmen).
- Siehe Ablassgeld, Beichtgeld, Dispensationsgeld, Kathedralgeld, Kirchgeld, Opfergeld, Palliengeld, Peterspfennig, Prokurationsgeld, Seminargeld.