Vor allem sieht man als Gefährdungen:
* der Hebel (leverage) ist zu hoch; beim 1998 in Schwierigkeiten geratenen Hedge-Fonds LTCM hatte der Hebel 25 betragen: um diesen Faktor übertraf das Portfolio das Eigenkapital des Fonds. Viel Fremdkapital gestattet es einem Hedge-Fonds, die Rendite stark zu steigern. Solange die Zinsen für das Fremdkapital unter der Rendite des Fonds liegen, besteht ein starker Anreiz zur Aufnahme von immer mehr Fremdkapital.
* Es werden Mittel aus regulierten Märkten in unbeaufsichtigte Offshore-Finanzplätze verlegt, was leicht zu einem sorgloseren Risikomanagement führt.
* Ein (verstärkter) Performancedruck nötigt die Manager des Hedge-Fonds zu gleichgerichtetem Handeln: ihre Risikoneigung steigt; gleichzeitig steigert sich die Gefahr, dass es zur Insolvenz des Fonds kommt.
* Eine hohe Verschuldung zwingt bei Verlusten zu einem raschen Abbau der verursachenden Engagements: es kommt dadurch sehr leicht zu einem Rush to the exit.
* Die Tätigkeit in verhältnismässig illiquiden Märkten kann dort plötzliche Preissprünge mit weitreichenden Folgen auslösen.
- Siehe Beaufsichtigung, indirekte, Counterparty Risk Management Policy Group, Dominostein-Effekt, Rush to the exit.
- Vgl. Jahresbe-OQß rieht 2004 der BaFin, S. 18 f., S. 89 (Probleme bei der Risikomessung von Dach-Hedge-Fonds) S. 182 ff. (neuere aufsichtsrechtliche Entwicklung) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin (Rubrik "Hedge-Fonds").