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International Financial Reporting Standa

Bedeutung des Finanzbegriffs

Für kapitalmarktorientierte Unternehmen auch in Deutschland (wie in der EU gesamthaft) ab Jahresbeginn 2005 vorgeschriebenes Regelwerk zur Bilanzierung in Fortschreibung der IAS. Hauptziel dabei ist die Vergleichbarkeit der Abschlüsse innert der EU. Gegenüber dem HGB, das den Gläubigerschutz und die Kapitalerhaltung in den Vordergrund stellt, sind die IFRS am Informationsinteresse der Anleger ausgerichtet. Wichtige Merkmale:

* es sind bei vielen Posten Tageswerte anzusetzen (fair value account), was zu verstärkter Volatilität bei Gewinnausweis und Bilanzkennziffern führt; stille Reserven zur Glättung dieser Schwankungen sind nicht mehr gestattet;

* die nach HGB erlaubten Bewertungs

- und Bilanzierungswahlrechte verschwinden; dennoch werden aber die Bewertungsspielräume gesamthaft grösser, u. a. durch Bestimmungen wie die Abrechnung von Aufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode oder die Impairment-Tests beim Firmenwert;

* leider noch keine Übereinstimmung mit US-GAAP; die IFRS sollen nach und nach bis spätestens 2009 angeglichen werden und bleiben bis dahin wohl noch eine "Baustelle". -Ob die IFRS die an sie gesetzten Erwartungen hinsichtlich Zuverlässigkeit und Durchsichtigkeit der Informationen zur Rechnungslegung (true and fair view) tatsächlich erfüllen und somit einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Finanzmärkte beitragen, bleibt abzuwarten.

- Siehe General Accepted Accounting Principles, IAS 39, International Accoun-ting Standards, International Accounting Standards Board.

- Vgl. Monatsbericht der EZB vom Februar 2004, S. 77 ff., Jahresbericht 2004 der BaFin, S. 66 f. sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin.

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