Im klassischen Römerreich gesamthaft galt (mit Ausnahme von Ägypten, wo ein eigenes Währungssystem in Kraft war): 1 Aureus = fünfundzwanzig Denare; 1 Denar = vier Sesterz = acht Dupondien sowie 1 Aureus = sechzehn Asse = zweiunddreissig Semisse = vierundsechzig Quadranten.
- Diese Gliederung kennt als einzige Goldmünze den Aureus (etwa 8 Gramm); der Denar ist eine Silbermünze. Alle darunterliegenden Münzen bestehen aus Messing (Sesterz, Dupondius, Semis) oder Kupfer (As, Quadrans).
- Bei Gold
- und Silbermünzen entspricht der Metallwert ungefähr dem Nominalwert, was bei den Scheidemünzen aus Erz nicht der Fall ist. Erzmünzen konnte man allerdings nicht ohne weiteres gegen Silbermünzen eintauschen; in diesem Fall war ein Agio fällig. Entsprechendes galt für den Umtausch von Silber
- in Goldmünzen.
- Wenn ein Land in den Status einer römischen Provinz überging, behielten die (in der Regel hellenistischen) Münzen ihren Kurswert. Pro-vinzial
- und Lokalprägungen orientierten sich oftmals auch weiterhin am griechischen System. Die zeitgenössischen Kaufleute beklagten die Vielfalt der Münzen.
- Siehe Amalfiner, Dareiko, Florentiner, Kaisermünzen, Münze, Numismatik, Samarkander, Se-kel, Stater, Urukagina-Regel.