Wenn die Inflation steigt, dann sinken die Reallöhne (Nominallohn minus Preisanstieg). Die Unternehmen fragen daher zusätzliche Arbeitskräfte nach, was die Beschäftigung erhöht. Inflation führt daher zu mehr Beschäftigung.
- Diese Überlegung ist nachweislich falsch. Denn
* die Unternehmen lassen sich durch eine höhere Inflationsrate nicht überraschen (steigende Menükosten).
* Die Gewerkschaften können unter dem Druck ihrer Mitglieder inflationsbedingte Einkommensverluste nicht hinnehmen, und sie werden sehr rasch höhere (wie die Erfahrung gelehrt hat: überkompensierende, nämlich den Inflationsfortschritt im voraus schon einbeziehende) Tarifabschlüsse durchsetzen.
- Siehe Arbeitslosenquote, inflationsstabile, Disinflation, Geldüberversorgung, Immobilienblase, Inflation, Menükosten, Niedrigzinspolitik, Nullzinsen, Nominalwertprinzip, Opferverhältniszahl, Wachstum-Beschäftigung-Zusammenhang.