Beziehen sich auf aussergerichtliche und gerichtliche Auseinandersetzungen und sind ein Teil des Operationellen Risikos. Hierzu zählen beispielsweise die Vertragsrisiken, die aus
* aus falschen Annahmen,
* schlecht gewählten Formulierungen, einschliesslich falscher Übersetzungen aus einer Fremdsprache oder in eine solche, und
* dem Übersehen folgenschwerer Punkte herrühren. Rechtsrisiken können Kreditrisiken oder Liquiditätsrisiken verursachen oder verschärfen.
- Die Rechtsrisiken der Banken sind in den letzten zehn Jahren ganz erheblich gestiegen Gründe dafür sind vor allem
* die Internationalisierung der Geschäfte und damit die Frage des anwendbaren Rechts,
* zunehmende Komplexität neuer Finanzprodukte,
* Stärkung des Anlegerschutzes in der Gesetzgebung,
* zunehmende Eingriffe in den Finanzsektor durch die Aufsichtsbehörden sowie
* rascher Anstieg des Electronic Banking, was für die Bank vielerlei und teilweise beträchtliche Einzelrisiken birgt, vor allem Schäden aus Hackerangriffen der verschiedensten Art.
- Bei Rechtsrisiken ist Transparenz bis in die oberste Ebene des Managements geboten.
- Siehe Aufsicht, Beaufsichtigung, vollständige, Electronic Banking, Herstatt-Pleite, Marktmanipulation, Marktmiss-brauchs-Richtlinie, Pharming, Phishing, Rechtsabgleichung, Straightjacking, Zeichenunterschrift.
- Vgl. Monatbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2004, S. 30 ff.